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Triggertherapie nach Dr. Bauermeister
Trigger sind wahrscheinlich die häufigste Ursache von Schmerzen am Bewegungsapparat. Ebenso sind Trigger für viele andere chronische Schmerzleiden sowie für das Volksleiden "Rückenschmerzen" mit verantwortlich.
Was sind Trigger?
Trigger werden Schulmedizinisch als Myogelosen oder Muskelhartspann bezeichnet. Unter dem Mikroskop zeigt sich der Trigger als eine Ansammlung verdickter Muskelfasern. Er lässt sich mit dem Finger als druckschmerzhafter harter Strang oder Knoten ertasten; dieses jedoch nur im oberen Muskelgewebe, in der Tiefe bleibt er ohne Hilfsmittel unzugänglich.
Trigger bedeutet übersetzt "Auslöser"
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Die linke Zeichnung illustriert, wie ein gesundes Muskelfaserbündel aussieht. Die Fasern haben eine Länge von 2 bis 12 cm.
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Die rechte Zeichnung zeigt einen entstandenen Trigger. Die Muskelfasern verdicken, wodurch sich der gesamte Muskel verkürzt und verspannt.
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Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die menschliche Skelettmuskulatur, von Geburt an bereits mehr oder weniger Trigger aufweisen. Ab Anfang Zwanzig setzt eine spürbar fortschreitende natürliche Muskelverhärtung ein, die durch berufliche oder sportliche Überbeanspruchungen beschleunigt wird. Ein erhöhtes Risiko, durch Trigger krank zu werden, ergibt sich durch Berufstätigkeiten, welche einseitige Bewegungsmuster und ungünstige Haltungen erfordern. Dazu gehören zum Beispiel die Tätigkeiten von Bildschirmarbeitern, Industriearbeitern, Friseure und Sportlern.
Der Schweregrad, der von Triggerpunkten verursachten Symptome, reicht vom quälenden, behindernden Schmerz, ausgelöst durch hochaktive Triggerpunkte, bis zur schmerzlosen Bewegungseinschränkung und Haltungsbeeinträchtigung, für die latente Triggerpunkte verantwortlich sind und die normalerweise übersehen werden.
Da Skelett und Muskulatur ein Ganzes bilden, ziehen diese Faserverdickungen - über eine Verkürzung des Muskels - schliesslich auch den Knochen in Mitleidenschaft. Bildlich ausgedrückt, die Trigger beginnen wie ein überspanntes Seil am Knochen zu ziehen. Auf diese Weise können sie dazu beitragen, dass Gelenke ungleichmässig belastet werden und damit sogar Wirbel in Fehlstellungen geraten können.
Diese sehr allmählichen Veränderungen werden irrtümlich oft als Ursache der chronischen Schmerzkrankheiten angesehen. In Wirklichkeit sind es die im Verlauf der Faserveränderung irgendwann "aktivierten" Trigger, welche die Schmerzen auslösen. Dies kann durch Überbelastung im Sport oder im Beruf oder durch plötzliche Traumatisierung der Muskulatur geschehen - etwa bei einem Unfall oder auch psychischem Stress.
Zur Erkennung eines Triggers müssen nicht nur Faserverdickungen im oberen, sondern auch im tiefer gelegenen Muskelgewebe ausgelotet werden. Um Verdickungen in der Tiefe aufzuspüren, können Druckkräfte von zum Teil mehr als 40 Kilogramm erforderlich werden. Der Druck des Fingers reicht dazu nicht aus. Diese Kraft wird mit einem manuellen, speziell entwickelten Hilfsinstrument, dem TRIGGOsan-Schlüssel, mobilisiert. Dieses Therapieinstrument dient ausser zur Diagnose auch zur Behandlung der Trigger.
Eine zweite Schwierigkeit bereitet die Tatsache, dass die Stelle, an welcher der Patient Schmerzen oder Verspannungen verspürt, oft weit entfernt vom Trigger liegt. Die Schmerzen strahlen vom Trigger in die Umgebung aus. Ein Trigger der tiefen oberen Rückenmuskulatur ist beispielsweise in der Lage, Schmerzen im Fuss, in der Wade oder im Oberschenkel auszulösen.
Wie bei der Auffindung der Trigger reicht der Druck der Finger auch bei der Behandlung nicht aus. Nur ein Gerät wie der TRIGGOsan-Schlüssel ist in der Lage, den nötigen punktuellen Druck durch ergonomische Kraftübersetzung herzustellen; ein Instrument, das bereits für das diagnostische Aufspüren von Triggern notwendig ist.
Was bedeutet dieser Druck für die verdickten Muskelfasern? Im Trigger werden sogenannte vaso-neuro-aktive Substanzen freigesetzt, die Durchblutung wird gesteigert. Über diesen Mechanismus - so die Vermutung der Wissenschaftler - löst er sich vollständig auf. Sofort wird der Muskel länger und flexibler, und allmählich weicht der Schmerz.
Indikationen
Schmerzen von Kopf, Gesicht, Kiefer, Nacken, Schultern, Rücken, Armen, Beinen und Gelenkschmerzen.
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